Geschichte - "Volksgarten"


 

Von Kaufmann Kerkow erbaut, sprach man früher vom Gasthof "Hotel de Hambourg"
und seit 1902 vom "Hamburger Hof".
Der erste Besitzer des Hotels hieß Kunter.


 
 


 
1870
Herr Kunter vererbte das Hotel seinem Enkel Carl Krentscher, der es 40 Jahre
lang führte. Zu den Gästen des Hotels zählten die Gutsbesitzer des Umlandes
und deren Gäste, zum Beispiel: die von Bredows, von Ribbecks, Herrschaften
aus Markee und Markau.
Auf der Suche nach Abwechslung, fuhr man mit der Kutsche bis nach Nauen,
übernachtete dort und fuhr am nächsten Tag mit dem Vorortzug nach Berlin.
(die Zugverbindung existiert seit 1890)
In den Stallungen, auf dem Hof des Hotels (auch jetzt noch gut erkennbar),
wurden die Pferde gefüttert und getränkt.
Die Krentschers holten Ihre Gäste mit eigenem Gespann vom Bahnhof ab.
Später besaßen sie sogar zwei große Kutschen, einen Landauer, einen
Omnibus und einen Pferdeschlitten.
Der Omnibus fuhr im Zweistundentakt für alle Einwohner zum Bahnhof.

1910 übernahm der Hoflieferant, Gustav Fernau, den "Hamburger Hof".
Viele Vereine, wie zum Beispie, die Nauener Fechtakademie, die freiwillige Feuer-
wehr und die Freimaurerloge, nutzten regelmäßig die großzügigen Räumlichkeiten.

1926 übernahm Kurt Fernau den Hotelbetrieb.

1936 wurde die Brauerei Schultheiß-Paetzenhofe, Inhaber des Hotels.

1938

Fritz Gebhardt, führte fortan das Hotel, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Zwischen 1939 und 1945, diente das Hotel oft als Quartier für Soldaten.
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, konnten die Nauener wieder
viele Feste, Jubiläen, Feierstunden, Theateraufführungen u.ä. im "Hamburger Hof" erleben.


1948

wurde der "Hamburger Hof" zum Eigentum des Volkes erklärt und der Stadt
Nauen übergeben. In den 50er Jahren wurde der Gastbetrieb von der Handels
organisation der DDR übernommen.
Nach vielen Umbauten gab man dem Gastbetrieb den Namen "Volksgarten".


1974 Das Gasthaus, wurde von Familie Motzek übernommen.

1992

konnte Familie Motzek das Gasthaus von der Treuhand erwerben und führt das Restaurant, mit viel Tradition, direkt an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt
Nauens gelegen, bis heute.

 
Quelle: Märkische Allgemeine 6. November 1997 - (Käte Müller Heimatfreunde Nauen)